13.01.2013

Sortenauswahl 2013

Auch in 2013 werden die Jalapeños wieder in der Überzahl sein. Das kräftige Fruchtfleisch, die angenehme Schärfe und die Vielfalt bei den Farben machen sie zu meinen Favoriten. Diesen Winter habe ich nicht versucht eine Pflanze zu überwintern.



Diesmal sind in der Liste:
  1. Jalapeño Standard
    sowohl mit eigenen ggf. nicht ganz sortenreinen Samen von einer Pflanze mit besonders großen Beeren als auch mit Samen vom Versender. Die normale Standard-Jalapeño  reift rot ab und bekommt dabei eine leicht borkige Haut. Letztes Jahr hatten die Beeren im Schnitt 17 Gramm.
     
  2. Early Jalapeño
     ist die
    Jalapeño-Sorte, die ich schon am längsten anbaue. Die Früchte reifen ebenfalls rot ab und sind dabei spitziger als die Standards, die Schärfe liegt etwas darunter.  Meine Earlys hatten letztes Jahr ein Durchschnittsgewicht von nur 5 Gramm, weil sie zu wenig Sonne abbekamen. Normal sind eher 10 Gramm je Beere.
     
  3. Purple Jalapeño
    Diese Sorte ist ebenfalls von Anfang an dabei. Die Pflanzen sind eher kleinwüchsig, tragen dabei aber recht gut. Die wunderschönen violetten Blüten und die Beeren die von Schwarz bis Violett zu einem intensiven Dunkelrot abreifen zeichnen diese Jalapeños aus. Aber auch der Geschmack des spitzigen, etwas kleineren Beeren ist bei mittlerer Schärfe nicht zu verachten. Das Durchschnittsgewicht lag bei 10 Gramm. Die Purple sind meistens die Ersten die keimen und die sich auch als Keimlinge sehr gut entwickeln, leider habe ich dieses Jahr weniger Glück damit. Zum Teil liegt es bestimmt am 3 Jahre alten Samen.
     
  4. Jalaro
    diese gelbe Sorte habe ich bestellt, nachdem sich die gelben NuMex Piñata 2012 nicht gut gewachsen sind und auch wenig getragen haben.
    Die Beeren der Piñata reifen über gelb nach orange bzw. hellrot ab mit einem durchschnittlichen Gewicht von 12 Gramm. Ich hoffe die Jalaros sind ganz ähnlich aber robuster und ergiebiger.
     
  5. Jalapeño M (mexikanisch)
    An dieser Sorte hatte ich in der Saison 2012 viel Freude. Die Samen sind sehr gut gekeimt und die Jungpflanzen sind mitr kräftigen Stengeln überdurchschnittlich schnell gewachsen. Habe Die Beeren sind den Standard Jalapeño ähnlich allerdings noch einen Tick schärfer und bilden mehr Borke, was mir gut gefällt.
     
  6. Jalapeño Craigs Grande
     teste ich dieses Jahr zum ersten Mal um mehr große Früchte zum Füllen zu haben. Die Craigs Grande soll den typischen Jalapeño-Geschmack mit überdurchschnittlicher Schärfe haben - da widersprechen sich allerdings die Quellen - und dabei große Früchte produzieren.
     
  7. Jalapeño Concho
     ist ebenfalls eine größere Jalapeño-Sorte. Hier sind sich die Quellen einig, dass die Beeren etwas milder ausfallen und rund 10 cm lang werden. Anscheinend sollen die Conchos sich an der Pflanze und auch gepflückt gut halten. Das wäre für mich nicht so wichtig, aber eine gewisse Robustheit ist immer gut.
     
  8. Lemon Drop
    darf auf gar keinen Fall fehlen. Die Pflanzen wachsen sehr schnell und werden sehr groß, wenn sie einen ausreichend großen Topf bekommen. Meine Größte stand in einem Pott von etwa 15 Litern und ist über zwei Meter hoch geworden und hat sich dabei weit verzweigt. Nach meiner Erfahrung mögen die Lemon Drops keinen Sonnenplatz sondern haben gerne auch zumindest an einem Teil des Tages Halbschatten. 
      
  9. Habañero
    diese capsicum chinense Sorte ziehe ich das vierte Jahr aus eigenen Samen. Zum Essen sind mir die hübschen Laternchen zu heftig. Aber als Grundlage für ein scharfes Öl kann ich auf die sehr scharfen Chilis nicht verzichten.

     
  10. Rocoto Manzano Amarillo
     An dieser capsicum pubescens hatte ich viel Freude. Die sehr saftigen gelben Äpfelchen mit den typischen schwarzen Samen sehen wirklich sehr schön aus. Die Schärfe fällt sehr unterschiedlich aus. Ich hatte Beeren, die fast ohne Schärfe waren und welche die an Habañeros heran kamen. Manchmal änderte sich auch die Schärfe innerhalb der selben Frucht. Die Pflanze wächst zunächst buschig und treibt dann kräftig mit langen Stengeln aus, die angebunden werden müssen. Je mehr Sonne die Rocotos bekamen, desto besser sind sie gewachsen und haben reichhaltiger getragen. Zwei Pflanzen haben zusammen mehr als ein Kilogramm produiert mit durchschnittlich 20 Gramm je Beere.
     
  11. Thai Orange hot
    ich bin immer noch auf der Suche nach einem schönen und scharfen Birds-Eye bzw. Thai-Chilli mit kleinen scharfen Beeren. Dieses Jahr teste ich diese capsicum annuum Sorte, die mit Chililili empfohlen hat. Ich hoffe bei mir werden die Pflanzen ähnlich erfolgreich.

27.12.2012

Keimlinge für 2013

Auch dieses Jahr habe ich Anfang Dezember die ersten Samen bei etwa 29 Grad in Salpeter - Kaliumnitrat eingeweicht und dann ausgesät.

Für die Keimung gehe ich nochmal 2 Grad runter und schon nach einer Woche waren die ersten Bögelchen zu entdecken.



Meine Keimquote ist dieses Jahr mit 68 % etwas schwach. Gerade die Purple Jalapeno und die Lemon Drop keimen diesmal schlecht, die beide in den Vorjahren sehr gut voran kamen.
 
Inzwischen sind die Keimlinge gut weitergewachsen und haben meist schon die ersten "echten" Blätter.



Ich werde wohl noch dieses Jahr die ersten Pflänzchen pikieren und die nächste Runde einweichen und aussäen.

08.11.2012

Das nächste Chili-Jahr kann kommen

Hurra meine Samenbestellung ist angekommen.



Auch 2013 werden die Jalapeños in der Überzahl sein. Diesmal will ich auch wieder TAM Jalapeños ziehen und erstmals die Conchos und die Craigs Grande anbauen.



Ganz bestimmt werden wieder die Lemon Drop und die Rocoto Amarillo dabei sein. Alles Weitere muss ich noch genauer planen.


07.10.2012

Sortenbeschreibung Tabasco

Die Tabasco hatte ich mir ausgesucht, weil ich einfach mal neugierig war, wie die Chilis zu der bekannten Soße schmecken, aussehen und wachsen. Neben der Bradleys Bahamian sind die Tabasco die zweite capiscum frutescens Sorte, die ich in 2012 angebaut habe.

Eine weitere Beschreibung der Sorte mit dem berühmten Namen gibt es auch bei pepperworld.com.





Wuchs

Die Tabascos sind anfangs sehr schnell gewachsen und haben alle anderen Chili-Jungpflanzen überholt.


Später wachsen die Pflanzen sehr buschig und verzweigen sich stark. Die eine Pflanze die ich selbst behalten habe ist in einem Topf mit 38 cm Durchmesser etwa 170 cm hoch gewachsen und bis zu 140 cm breit geworden.

Blüten und Beeren

Die Tabasco blüht eher unscheinbar etwa 20 Wochen nach der Aussaat im Dezember und bildet schnell sehr viele Blüten. Etwa 10 Wochen danach reifen die Beeren von gelbgrün über orange nach rot ab.



Wenn die Chilis reif sind, lösen sie sich sehr leicht bei seitlichem Druck von ihrem Stil. Dabei tritt meist auch etwas Fruchtsaft aus, den man dann an den Händen hat. Daher habe ich mir angewöhnt, die Beeren mit Handschuhen zu ernten. Chilisaft an den Fingern führt zu vielen unangenehmen Erfahrungen, wo die Chili-Schärfe noch außer in den den Augen unangenehm brennen kann.






Die Beeren sind bis zu 3 cm lang und schmal und wiegen im Durchschnitt 0,9 Gramm. Bisher habe ich von einer Pflanze 334 Beeren mit fast 300 Gramm geerntet.

Aroma und Schärfe


Die Tabasco sortiere ich in der Schärfeskala bei 9 unter den Habanero ein. Ungeübte Chilifans laufen gerne mal rot an, wenn Sie unbedarft einen Schnipsel einer Tabasco verzehren. Die Schärfe schlägt auch sofort und ohne Verzögerung zu.


Verarbeitung

Die reifen Beeren sind sehr weich und zerfallen bei leichtem Druck. Sie lassen sich daher kaum in Ringe schneiden. An die Fermentierung der Beeren zu einer Soße habe ich mich noch nicht herangetraut. Daher ist ein Teil meiner Ernte zu scharfem Öl verarbeitet worden und ein Teil wurde getrocknet und zu Chiliflocken zerhackt.

Zum Trocknen und weiter Verarbeiten empfehle ich die Erklärung in Michis Chili Fotoblog. Für mich hat es sich bewährt die getrockneten Chilis mit einem Zauberstab klein zu machen. Dabei habe ich genügend Kontrolle über die Größe der Flocken bzw. darüber wie fein das Pulver wird.

Die trockenen Tabascos duften intensiv aromatisch nach Paprikapulver und natürlich behalten die Chiliflocken die hohe Schärfe der Tabascos.

Fazit

Die Tabasco wächst sehr gut und trägt eine Menge kleine scharfe Beeren. Die heftige schnelle Schärfe gefällt mir sehr gut und auch das Aroma der getrockneten Tabascos ist sehr schön. Allerdings finde ich die sehr weiche bis matschige Konsistenz der reifen Beeren unangenehm und in die Handhabung unpraktisch bis riskant.

Vermutlich werde ich 2013 auf Tabascos verzichten und weniger sehr groß werdende Chilis anbauen. Von den groß wachsenden Sorten sind die Lemon Drop und inzwischen die Rocoto Manzano Amarillo meine Favoriten.