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09.08.2013

Sortenbeschreibung Purple Jalapeno

Die Purple Jalapeño gehört zu den Sorten, die ich schon mehrere Jahre anbaue und die stets in meinem Sortiment geblieben sind.

Wie alle Jalapeños gehört auch diese Sorte zur Art capsicum anuum. Anscheinend entstand der Name Jalapeño [xalaˈpeɲo] aus dem ursprünglichen Anbauort Xalapa in Veracruz, Mexico sagt jedenfalls wikipedia.

Wuchs

Die Samen der Purple Jalapeño keimen überdurchschnittlich gut und schnell. Meist entwickeln sich auch die Keimlinge schneller als die meisten meiner anderen Chilis. Unter meinem Kunstlicht bekommen sie aber auch recht schnell Blüten, die ich zunächst noch abknipse, solange die Pflanzen noch zu klein sind, um Beeren zu tragen.




Die Pflanzen werden eher langstielig mit größeren Abständen zwischen den Blättern. Die Blätter sind zarter und weicher als bei anderen Jalapeños. Bei mir werden die Pflanzen etwa 120 cm hoch und nur wenig buschig.

Blüten und Beeren

Die Blüten der Purple machen ihrem Namen alle Ehre und sind wunderschön violett. Sehr schnell entwickeln sich nach etwa 12 Wochen auch die ersten Beeren, die zunächst violett bis schwarz sind.




Etwa 4 Wochen danach reifen die Beeren von violett nach tiefrot ab.



Die Beeren sind schön dickfleischig und werden etwa 5 cm lang mit einem Durchschnittsgewicht von gut 9 Gramm. In 2012 habe ich von zwei Pflanzen 71 Beeren mit 676 Gramm geerntet.

Aroma und Schärfe


Die Purple Jalapeño sortiere ich in der Schärfeskala bei 4 unter den meisten anderen Jalapeños ein. Leider sind die ersten Beeren von 2013 ausnahmsweise noch milder und teilweise ganz ohne Schärfe. Das Aroma ist typisch für Jalapeños aber auch nicht auffällig. Andere Sorten sind eher aromatischer bis hin zu Rosenduft.

Verarbeitung

Die frischen Beeren esse ich gerne auch direkt vom Stock. Zum Füllen sind sie meistens zu klein, daher kommt der größte Teil der Ernte ins Einmachglas. Dort tragen sie auch zum Farbenspiel bei meinen sauer eingelegten Jalapeños bei.


Fazit

Die Purple Jalapeño ist eine zuverlässige und unkomplizierte Jalapeño-Variante. Die violetten Blüten und das Farbenspiel der Beeren sind eine Augenweide. 

03.03.2013

Sortenbeschreibung Rocoto Manzano Amarillo

An dieser capsicum pubescens hatte ich viel Freude.

 

Wuchs

Beim Umtopfen meiner Pflanzen habe ich bemerkt, dass die typischen behaarten Blätter meiner Rocotos duften. Bisher war mir das noch nie aufgefallen und die Rocotos sind die Einzigen die duften.



Die Rocotos sind zuerst noch sehr buschig und niedrig gewachsen, fast schon wie Bodendecker. Dabei haben sie schon früh reichlich hübsche Blüten angesetzt. Die Beerchen, die sich daraus entwickelt haben sind aber meistens abgefallen.



Nach dem Umtopfen in größere Gefäße und in wärmeren und sonnigeren Wetter treiben die Rocotos heftig aus. Die Pflanzen bilden mehrere steil nach oben stehende kräftige Stängel und bei mehr Platz und wärmeren Klima werfen die Rocotos auch die Beeren nicht mehr ab.

Mit zunehmender Wärme wachsen die Pflanzen recht kräftig und müssen ein Rankhilfe haben und angebunden werden. Eine meiner Rocotos ist sogar über 2 Meter groß geworden.

Die Pflanzen standen bei mir schattig bis halbschattig und ich hatte den Eindruck, dass der Halbschatten optimal ist. Bei zu wenig Sonne entwickeln sich keine Beeren und die Pflanze wächst auch weniger. Zu viel Sonne verbrennt die Blätter und die Rocotos entwickeln sehr viel Durst. 

 

Blüten und Beeren

Die Rocotos Manzano Amarillo blühen sehr prächtig dunkelviolett ab Ende April. Blüten, aus denen sich auch Beeren entwickeln gab es ab Mitte Juni und dann Ende Juli die ersten Früchte. Die Beeren von dunkelgrün nach gelb bis orange ab.





 

Aroma und Schärfe

Die sehr saftigen gelben Äpfelchen mit den typischen schwarzen Samen sehen wirklich sehr schön aus. Die Schärfe fällt sehr unterschiedlich aus. Ich hatte Beeren, die fast ohne Schärfe waren und welche die an Habañeros heran kamen. Manchmal änderte sich auch die Schärfe innerhalb der selben Frucht.
 

Geschmacklich hatte mich die erste Beere noch nicht überzeugt. Das Aroma war ok, nichts besonderes und leider auch nur sehr wenig Schärfe. Die weiteren Beeren, die ich gepflückt habe, waren dann deutlich schärfer als meine Erste. Sie liegen etwa auf dem Niveau von Jalapeños. Sehr nett ist auch, dass die Schärfe erst mit Verzögerung im Gaumen ankommt. Auch das leicht fruchtige Aroma der ausgereiften Beeren gefällt mir sehr gut.


Die einzelnen Früchte fallen in der Schärfe sehr unterschiedlich aus. Immer wieder sind recht milde Exemplare dabei, die noch milder sind als meine mildesten Jalapeños. Manchmal war auch nur das erste Stückchen der Beere so mild und zum Stil hin hatte die Rocoto eher eine mit Habañero vergleichbare Schärfe.

Chililili findet die Rocoto Manzano Amarillo auch ziemlich scharf. Üblicherweise nimmt die Schärfe zu, wenn die Pflanzen mehr Stress haben. Die Rocoto Amarillo sortiere ich in der Schärfeskala bei 5 zwischen den Jalapeños ein.


Meine zwei Pflanzen haben zusammen mehr als ein Kilogramm produziert mit durchschnittlich 20 Gramm je Beere.

 

Verarbeitung


Sehr gerne grille ich mit Frischkäse gefüllte Chilis, die ich noch mit Speck umwickle. Die etwas größeren und runden Rocotos sind dafür sehr gut geeignet. Es ist nur ratsam mit dem ersten Bissen vorsichtig zu sein, denn es könnte mal wieder eine extrascharfe Beere sein.



Sehr schön und lecker finde ich auch meine eingelegten Rocotos, die ich nach meinem üblichen Rezept gemacht habe. Zu den gelben Rocotos gebe ich gerne zusätzlich ein paar Nelken und Koriandersamen.




Fazit

Die Rocoto Manzano Amarillo ist eine meiner Lieblingssorten und wird noch oft meine Plantage von Jalapeños ergänzen. 

Lesenswert sind auch die Wikipedia Seite zur capsicum pubescens und eine ausführliche und humorvolle Beschreibung aus Sicht der Pflanze bei pepper-king.

07.10.2012

Sortenbeschreibung Tabasco

Die Tabasco hatte ich mir ausgesucht, weil ich einfach mal neugierig war, wie die Chilis zu der bekannten Soße schmecken, aussehen und wachsen. Neben der Bradleys Bahamian sind die Tabasco die zweite capiscum frutescens Sorte, die ich in 2012 angebaut habe.

Eine weitere Beschreibung der Sorte mit dem berühmten Namen gibt es auch bei pepperworld.com.





Wuchs

Die Tabascos sind anfangs sehr schnell gewachsen und haben alle anderen Chili-Jungpflanzen überholt.


Später wachsen die Pflanzen sehr buschig und verzweigen sich stark. Die eine Pflanze die ich selbst behalten habe ist in einem Topf mit 38 cm Durchmesser etwa 170 cm hoch gewachsen und bis zu 140 cm breit geworden.

Blüten und Beeren

Die Tabasco blüht eher unscheinbar etwa 20 Wochen nach der Aussaat im Dezember und bildet schnell sehr viele Blüten. Etwa 10 Wochen danach reifen die Beeren von gelbgrün über orange nach rot ab.



Wenn die Chilis reif sind, lösen sie sich sehr leicht bei seitlichem Druck von ihrem Stil. Dabei tritt meist auch etwas Fruchtsaft aus, den man dann an den Händen hat. Daher habe ich mir angewöhnt, die Beeren mit Handschuhen zu ernten. Chilisaft an den Fingern führt zu vielen unangenehmen Erfahrungen, wo die Chili-Schärfe noch außer in den den Augen unangenehm brennen kann.






Die Beeren sind bis zu 3 cm lang und schmal und wiegen im Durchschnitt 0,9 Gramm. Bisher habe ich von einer Pflanze 334 Beeren mit fast 300 Gramm geerntet.

Aroma und Schärfe


Die Tabasco sortiere ich in der Schärfeskala bei 9 unter den Habanero ein. Ungeübte Chilifans laufen gerne mal rot an, wenn Sie unbedarft einen Schnipsel einer Tabasco verzehren. Die Schärfe schlägt auch sofort und ohne Verzögerung zu.


Verarbeitung

Die reifen Beeren sind sehr weich und zerfallen bei leichtem Druck. Sie lassen sich daher kaum in Ringe schneiden. An die Fermentierung der Beeren zu einer Soße habe ich mich noch nicht herangetraut. Daher ist ein Teil meiner Ernte zu scharfem Öl verarbeitet worden und ein Teil wurde getrocknet und zu Chiliflocken zerhackt.

Zum Trocknen und weiter Verarbeiten empfehle ich die Erklärung in Michis Chili Fotoblog. Für mich hat es sich bewährt die getrockneten Chilis mit einem Zauberstab klein zu machen. Dabei habe ich genügend Kontrolle über die Größe der Flocken bzw. darüber wie fein das Pulver wird.

Die trockenen Tabascos duften intensiv aromatisch nach Paprikapulver und natürlich behalten die Chiliflocken die hohe Schärfe der Tabascos.

Fazit

Die Tabasco wächst sehr gut und trägt eine Menge kleine scharfe Beeren. Die heftige schnelle Schärfe gefällt mir sehr gut und auch das Aroma der getrockneten Tabascos ist sehr schön. Allerdings finde ich die sehr weiche bis matschige Konsistenz der reifen Beeren unangenehm und in die Handhabung unpraktisch bis riskant.

Vermutlich werde ich 2013 auf Tabascos verzichten und weniger sehr groß werdende Chilis anbauen. Von den groß wachsenden Sorten sind die Lemon Drop und inzwischen die Rocoto Manzano Amarillo meine Favoriten.

29.09.2012

Sortenbeschreibung Bradleys Bahamian 2012

Bradleys Bahamian ist eine Chili der Art capiscum Frutescens.

Ausgewählt  hatte ich die Sorte, weil ich noch auf der Suche nach kleinen scharfen aber aromatischen Chilis bin, die oft Thai-Chili oder Vogelaugenchili genannt werden.


Wuchs


Meine Bradley Bahamian ist 2012 sehr symetrisch gewachsen. Der erste Trieb hat sich in 4 Zweige aufgeteilt, die fast rechtwinkling nach außen gewachsen sind und sich dann kaum noch weiter verzweigt haben Die Planze ist etwa 80 cm hoch geworden und bis zu 150 cm breit.

Blüten und Beeren


An den ausladenenden Zweigen haben sich etwa 21 Wochen nach der Aussaat (Anfang Januar) erste unscheinbare Blüten gebildet (Anfang Juni).





Etwa 12 Wochen später waren die ersten Beeren reif. Durchschnittlich haben sie ein Gewicht von 1,3 Gramm und sind etwa 3,5 cm lang.






Ich sortiere die Bradleys Bahamian auf der Schärfeskala bei 6 ein. Das ist schärfer als die meisten meiner Jalapeños und etwa vergleichbar mit der Lemon Drop.


Geschmack

Geschmacklich waren die Bahamian keine Überraschung sondern haben einfach nach Chili ohne besonderes Aroma, ohne Duft oder Süße geschmeckt.

Verarbeitung

Die Beeren sind eher dünnwandig daher habe ich sie nach der Ernte getrocknet und werde sie noch mit dem Mixer klein und streufähig machen.

Fazit

Laut meiner Samenquelle sollten die Bradleys Bahamian eine frühe und ertragreiche frutescens Sorte sein. Ertragsreich kann ich bestätitigen, allerdings waren in 2012 Blüten und Beeren sehr spät, auch für eine frutescens Art.

Farbe und Schärfe haben mir gut gefallen, geschmacklich bin ich noch nicht zufrieden.

07.05.2011

Verkostung Ancho

Heute habe ich meine zweite Chili verkostet. Auch diesmal habe ich als guten Grund für meine Ungeduld, dass die arme Pflanze noch recht klein, aber die Beere schon ziemlich groß und schwer war.


Die Chili war etwa 10 cm lang und 18 Gramm schwer und im Vergleich zu meinen anderen Beeren damit schon recht groß. Am Stock hängt noch eine weitere Frucht in dieser Größe und die Pflanze blüht auch noch. Ich vermute die Ernte regt sie zu mehr Blüten an.

Geschmacklich gab es keine Überraschungen. Die Ancho schmeckte ordentlich grün und hatte keine bemerkbare Schärfe. Auch hier habe ich eine kleine Hoffnung, dass die eine oder andere Outdoor-Beere mehr Pfeffer haben wird.




Bisher taugen sowohl die Ancho als auch die NuMex Heritage für das Gericht pimientos de padron aber bringen weniger Schärfe hinein, als ich gehofft hatte.

03.05.2011

Erste rote Purple Jalapeño und Verkostung NuMex Heritage

Heute habe ich die erste rote Beere an meinen Chilis entdeckt. Dieses Jahr machte eine Purple Jalapeño das Rennen.


Da die Beere aus einer sicher sortenrein befruchteten Blüte stammt, werde ich sie sehr weit ausreifen lassen und nicht demnächst ernten - auch wenn die Versuchung  groß ist.

Dafür habe ich am Wochenende eine noch grüne NuMex Heritage versucht. Die Chili war schon sehr früh an einem noch eher kleinen Stock gewachsen und den wollte ich entlasten.


Die Beere war etwa 6 cm lang und wie Ihr sehen könnt ist sie eher dünnwandig. Geschmacklich hatte sie in diesem grünen Zustand natürlich kein besonderes Aroma zu bieten - eben grüne Paprika / Chili. Leider war auch keine Schärfe zu erspüren. Ich hoffe das liegt an der Aufzucht in der Wohnung und teilweise auch noch unter Kunstlicht.

22.08.2010

Geschmackstest Jalapeño Gaucho

Heute habe ich die zweite Beere der Jalapeño Gaucho grün probiert. Die erste war ziemlich enttäuschend, da keinerlei Aroma oder Schärfe vorhanden war. Aber der zweite Test war jetzt besser.


Die zweite Beere mit 5cm und 20 Gramm hatte eine leichte Schärfe - geschätzt 3 von 10 - und auch das übliche noch grüne Aroma der Jalapeño.


Vielleicht hat es sich doch gelohnt die Chilipflanze vom Baumarkt zu retten.