28.01.2012

Prinzip Lumix Zeitraffer Fernauslöser

Die Wintersaison ist immer die Zeit, in der ich meine Elektronik Bastelkiste auspacke. Aktuell will ich meinen selbstegbauten Selbstauslöser für meine alte Lumix FZ 20 überarbeiten. Genau wie mit dem bereits im Blog vorgestellten IR-Selbstauslöser für Canon kann ich damit Zeitraffer bzw. timelapse Aufnahmen machen. Dabei schone ich dann auch meine gute Spiegelreflex und kann hemmungslos ausprobieren, ob der Sonnenuntergang diesmal schön wird.

Im Unterschied zu der Lösung für Canon Spiegelreflex Kameras ist dieser Selbstauslöser kabelgebunden. Mein erster Prototyp funktioniert mit einem Arduino UNO bereits recht gut. Allerdings muss ich den Arduino jedesmal neu programmieren, um andere Auslösezeiten einzustellen.

Deshalb habe ich folgendes Design entworfen:




Damit das Ganze noch kleiner wird, wechsle ich vom Arduino UNO auf einen Arduino Mini Pro. Daran werden dann eine seriell angesteuerte 7-Segment LED Anzeige und ein Rotary Encoder für Ein- und Ausgabe hängen. Rotary Encoder kennt ihr bestimmt von aktuellen Autoradios. Das sind diese Drehknöpfe mit einem kleinen Rastgefühl beim Drehen, die im Unterschied zu alten Lautstärkeregelern endlos in beide Richtung drehbar sind.

Das Erkennen und verarbeiten der Encoder-Signale und die Einstellung der Zeit zwischen zwei Auslösungen klappt im Prototyp auf dem Steckbrett bereits sehr gut. Eine große Hilfe war dabei die Website circuits@home, die ein super ausgefeiltes Programm enthält und erklärt.

Die Steuerung der Lumix funktioniert mit Hilfe des Fernsteuersteckers (2,5mm Klinkenstecker mit 4 Kontakten). Die Pinbelegung des Steckers habe ich auf der Seite robot-room gefunden. Der Arduino steuert die Kontakte per PhotoMOS an, um eine galvanische Trennung zu erreichen.

In der Endversion der Steuerung möchte ich auch noch optional eine zusätzliche Stromversorgung für die Lumix einbauen, denn die schwachen Akkus sind derzeit der Engpass bei längeren Zeitrafferaufnahmen.

08.01.2012

Sortenauswahl für 2012

Auch in 2012 werden die Jalapeños wieder in der Überzahl sein. Das kräftige Fruchtfleisch, die angenehme Schärfe und die Vielfalt bei den Farben machen sie zu meinen Favoriten.


Diesmal sind in der Liste:
  1. Jalapeño Standard
    sowohl mit eigenen ggf. nicht ganz sortenreinen Samen von einer Pflanze mit besonders großen Beeren als auch mit Samen vom Versender. Bisher ist das meine schärfste und ertragreichste Jalapeño-Sorte.
    Die Standard reift rot ab und bekommt dabei eine leicht borkige Haut. Letztes Jahr hatten die Beeren im Schnitt 17 Gramm. Von 2010 auf 2011 habe ich eine Pflanze mit gutem Erfolg überwintert.
     
  2. Early Jalapeño ist meine älteste Jalapeño-Sorte. Die Früchte reifen ebenfalls rot ab und sind dabei spitziger als die Standards, die Schärfe liegt etwas darunter.
    Anfangs hatte ich nicht ganz sortenreinen Samen vom Versender mit Beeren in unterschiedlicher Form und Qualität. Bei den "schwächeren" Varianten werden die Beeren der Early Jalapeño recht schnell weich und sind eher dünnwandig.
    Meine Earlys hatten letztes Jahr ein Durchschnittsgewicht von 16 Gramm. Ich konnte von der Saison 2009 auf 2010 eine Pflanze erfolgreich überwintern.
     
  3. Purple Jalapeño
    Diese Sorte ist ebenfalls von Anfang an dabei. Die Pflanzen sind eher kleinwüchsig, tragen dabei aber recht gut. Die wunderschönen violetten Blüten und die Beeren die von Schwarz bis Violett zu einem intensiven Dunkelrot abreifen machen diese Jalapeños zur Augenweide. Aber auch der Geschmack des spitzigen, etwas kleineren Beeren ist bei mittlerer Schärfe nicht zu verachten. Die Purple sind immer mit die ersten die keimen und die sich auch als Keimlinge sehr gut entwickeln. Das Durchschnittsgewicht lag bei 9 Gramm.
     
  4. NuMex Piñata Chili (Jalapeño ähnlich)
    diese Sorte habe ich letztes Jahr zum ersten Mal angebaut und bin begeistert. Die Beeren reifen über gelb nach orange bzw. hellrot ab. Meine Pflanze blieb eher klein und buschig und hat sich nur langsam entwickelt. Später hat sie sehr gut getragen und auch - wie meine anderen Jalapeños - einen zweiten Fruchtzyklus absolviert. Die Schärfe ist etwa vergleichbar mit den Jalapeño Standard, bei einem durchschnittlichen Gewicht von 12 Gramm. Leider habe ich es versäumt eigene sortenreine Samen zu produzieren, so dass ich nun hoffen muss, dass sich meine einzigen zwei Keimlinge gut entwickeln. Leider sind die Piñata etwas empfindlich.
     
  5. Jalapeño M (mexikanisch)
    Habe ich dieses Jahr das erste mal ausgesät. Laut Versender soll diese mexikanische Sorte größere Früchte produzieren, die borkiger abreifen als die als erstes aufgeführten Standard Jalapeño.
     
  6. Jalahot F1 Hybride 
    die Samen habe ich im Gartenmarkt entdeckt. Schön, dass es dort mehr und mehr Chilis gibt. Manchmal lohnt es sich im Sommer nach den Restpflanzen zu schauen und einige zum Sonderpreis zu retten.

    Jedenfalls bin ich gespannt, wie sich diese Sorte im Vergleich zu meinen bisherigen macht. 
     
  7. Lemon Drop
    darf auf gar keinen Fall fehlen. Aber Vorsicht diese Pflanzen wachsen sehr schnell und werden sehr groß, wenn sie einen ausreichend großen Topf bekommen. Meine Größte stand in einem Pott von etwa 15 Litern und ist über zwei Meter hoch geworden und hat sich dabei weit verzweigt. Nach meiner Erfahrung mögen die Lemon Drops keinen Sonnenplatz sondern haben gerne auch zumindest an einem Teil des Tages Halbschatten. Meine einzelne große Pflanze hat etwa 350 Früchte mit 1.350 Gramm getragen! 
      
  8. Habañero
    diese capsicum chinese Sorte ziehe ich das dritte Jahr aus eigenen Samen
    . Zum Essen sind mir die hübschen Laternchen zu heftig. Aber als Grundlage für ein scharfes Öl kann ich auf die sehr scharfen Chilis nicht verzichten.
     
  9. Rocoto Manzano Amarillo
    Dieses Jahr möchte ich auch zwei Rocoto-Sorten (Capsicum pubescens) testen und dazu habe ich mir eher mildere Sorten ausgesucht. Die Manzano soll saftige gelbe Äpfelchen mit mittlerer Schärfe und den typischen schwarzen Samen produzieren.
     
  10. Rocoto NOT brown
    sind eine amerikanische Züchtung mit hohem Ertrag. Ich bin mal gespannt wo ich die starkwüchsigen Rocotos neben einer sicher wieder ebenso großen Lemon Drop unterbringe.
     
  11. Tabasco
    Zwei frutescens Sorten wollte ich auch testen. Zum Einen die eher kleinwüchsige Tabasco, aus der auch die berühmte Soße hergestellt wird.
     
  12. Bradleys Bahamian
    ist meine zweite frutescens Sorte, die ich ausprobiere. Der Versender verspricht eine frühe, ertragreiche und aromatische Sorte.